Gleich 8 Euro? Unverschämt…

Oh, was haben sie geschäumt. Gleich 8 Krankenkassen nutzen ihre Möglichkeiten und sacken die sagenhafte Summe von 8 Euro ein (Tagesschau.de). Zusatzbeitrag heißt das. Im Klartext, Erhöhung des Arbeitnehmeranteils um eine Pauschale. Die Nähe zur Kopf(schuss)pauschale ist nur schwer wegzudenken. Die PR-Maschine rollt, ein paar Unbekannte machen sich unbeliebt mit dem Verständnis für die Kassen und Kanzlerin samt Gesundheitsbubi können unbehelligt mitkrähen, oh, das sei aber unsozial und sie hätten damit ja nichts zu tun, alles hätten sie anders gemacht und was sich denn die Kassen erlauben würden?

Und dann rufen sie nach dem Kartellamt. Komisch, dass alle Kassen 8 Euro erheben. Die Kassen nehmen all das Geld, das sie kriegen können, ein Wunder, meiner Seel. Damit hätte doch wirklich niemand gerechnet, dass wer knapp bei Kasse ist und Geld holen kann, das auch tut. Man hätte ja auch die paritätische Finanzierung ein wenig verändern können, einfach den Satz etwas anheben. Nein, da kamen gleich die Horrormeldungen, was denn 2050 zu zahlen sei. Der Hannibal der Gebührenerhöhung steht vor den Toren, das Abendland in Gefahr, kaum eine Nachricht war schlimm genug, 40 %, gar 50 sind im Gespräch.

Dabei ist die Lösung so einfach. Vor allem Marketing-Strategen sollten das wissen. Man brauch nicht am heiligen Prozentsatz rumschrauben, man ändert einfach die Grundlage. Wie wär’s zum Beispiel mit dem Vorbild Schweiz? Die haben sagenhaft niedrige Sätze. Was das für Werbung wäre…

~ von lowestfrequency am 30. Januar 2010.

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